10. März 2020 | NetZwerg

Matthias und die Musik: Nach dem Büro an die Turntables

Matthias arbeitet bei uns als Business Development Manager und gehört sicherlich zu den musikalischsten Kollegen bei NetFed. In seiner Freizeit beschäftigt er sich am liebsten mit seinen Schallplatten und legt am Wochenende regelmäßig in verschiedenen Kölner Bars auf. Wie er dazu kam und welches Musik-Projekt ihm außerdem Spaß macht, verrät er in unserer neuen Mitarbeiter-Story.

Die ersten Schritte in der Musik

In der Kölner Barszene hat sich Matthias längst einen Namen gemacht. Und das völlig zu Recht: Wer ihn live an den Drehtellern erlebt, merkt ihm den Spaß sichtlich an und er weiß damit auch das Publikum mitzureißen. Seine jahrelange Routine kommt ihm dabei zu Gute, den Abend entspannt über die Bühne zu bringen. Aber wie fing das eigentlich an?

„Musik gehört für mich zum Leben seit ich 10 Jahre alt war. Mein erstes Taschengeld habe ich fast komplett für Schallplatten ausgegeben, die es damals noch im Supermarkt zu kaufen gab”, erzählt er. CDs waren zu der Zeit gerade im Kommen, aber für Matthias war von Anfang an Vinyl das Maß aller Dinge. „Ich hatte zuhause eine Kompaktanlage mit Plattenspieler. Mehr habe ich nicht gebraucht, um meine Musik abzuspielen.“

Sein allererstes Album war The Razors Edge von AC/DC, was auch sein Lieblingsgenre als Jugendlicher verrät: „Mit Rock’n’Roll-Platten habe ich angefangen und als ich 13 war, durfte ich mein erstes großes Rockkonzert besuchen.“ Das waren Guns N’ Roses mit Faith No More und Soundgarden im alten Müngersdorfer Stadion und gleichzeitig der Startschuss für Matthias, sich noch intensiver mit Musik zu beschäftigen.

Matthias' Herz schlägt für Vinyl.

Fast zeitgleich kam ein weiteres Genre hinzu: „Durch einen Freund habe ich damals angefangen, auch HipHop zu hören. Als ich die ersten Konzerte wie z.B. Public Enemy besucht hatte, war ich direkt fasziniert von den zwei Turntables. Mit 15 habe ich mir dann einen zweiten Plattenspieler angeschafft und begonnen, meine Musik selbst zu mixen.”

Danach kamen immer mehr Schallplatten hinzu und auch immer mehr Musikrichtungen: „Durch den HipHop habe ich nach und nach angefangen, Soul, Funk, Reggae, Drum & Bass und lateinamerikanische Musik wie Brazil, Bossanova und Latin Jazz zu hören. Das klingt erstmal so, als wäre ich nur im Bereich Black Music unterwegs, aber eigentlich habe ich mich in den Genres immer universell bewegt. Grenzen gibt es für mich ohnehin kaum noch welche, sodass ich inzwischen z.B. auch viele Disco-Platten besitze, was ich früher gar nicht so gerne mochte.“

 

Vom Hobby-Plattenjockey zum Profi-DJ

Wer sich so gut mit Musik auskennt, ist natürlich immer sehr gefragt, wenn es um die Partyplanung geht. So kamen bereits im Studium mit Anfang 20 die ersten DJ-Jobs auf Matthias zu. „Zu der Zeit habe ich angefangen, auf Studentenpartys und in Bars aufzulegen. Etwas später kamen dann auch Weihnachtsfeiern und Hochzeiten dazu. Das habe ich aber nur als Geschenk für Freunde gemacht und schnell wieder aufgehört, weil es mir zu anstrengend wurde, ein so vielfältiges Publikum zufriedenstellen zu müssen. Meine Musik in Bars aufzulegen, hat mir viel mehr Spaß gemacht.“

So gingen die Jahre ins Land und Matthias wurde immer häufiger als DJ gebucht, auch nach dem Studium. Mit 33 war dann jedoch erst einmal Schluss: „Damals habe ich gedacht, ich sei zu alt für den Job und habe aufgehört, Anfragen anzunehmen. Im Nachhinein denke ich, dass das mit dem Alter wenig zu tun hat. Ich wurde immer wieder von früheren DJ-Kollegen angesprochen, ob ich nicht doch weitermachen möchte, bis ich nach fünf Jahren Pause schließlich wieder angefangen habe.“

Wer Matthias als DJ engagiert, bekommt Wild Style geliefert. Der Begriff kommt ursprünglich aus dem HipHop und der Name ist Programm, so auch bei Matthias: „Die Musik, die ich früher gut fand, mag ich auch heute noch. Dadurch decke ich viele unterschiedliche Stile und Epochen ab. Das finde ich vor allem deshalb spannend, weil ich immer wieder merke, dass viele junge Leute die alten Sachen wieder gut finden.“

Und nicht nur die Musik selbst, sondern auch Vinyl liegt wieder voll im Trend: „Gerade von der jungen digitalen Generation kommt positives Feedback, wenn der DJ Vinylplatten auflegt, statt die Musik am Rechner zu mischen. Von ihnen wird es oft sogar höher bewertet als von den Älteren, die damit großgeworden sind. Das sieht man heute auch auf Konzerten, dass junge Leute wieder Schallplatten kaufen, trotz Spotify & Co.“

Vinyl kommt beim Publikum besser an als Musik vom digitalen Mischpult.

 

Mikro statt Dreher: Start von Marshas & Matzes Radioshow

Matthias ist in seiner Freizeit aber nicht nur als DJ unterwegs, sondern seit fast anderthalb Jahren auch als Podcaster. Gemeinsam mit einer Freundin hat er eine Radioshow gestartet, bei der die beiden ihre Lieblingsmusik zu unterschiedlichen Mottos und Genres vorstellen. Über 50 Sendungen sind bereits auf den gängigen Plattformen verfügbar und die Hörerschaft nimmt stetig zu.

Ist die Arbeit an den Drehtellern bzw. am Mikro für Matthias also der perfekte Ausgleich zum Büroalltag? „Ich würde es anders nennen. Für mich ist es einfach wichtig, an verschiedenen Projekten zu arbeiten, statt nur eine einzige Sache zu machen. Ich probiere gern verschiedene Dinge aus, die mir Abwechslung bieten und mich gern auch herausfordern dürfen, auch wenn sie wie der Podcast kein Geld bringen. Die Hauptsache ist für mich, dass es mir Spaß macht.”

 

Ob Matthias wohl auch Spaß daran hätte, die Kollegen zum Tanzen zu bringen? Das müssen wir unbedingt bei der nächsten NetFed-Party herausfinden und ihn als DJ engagieren :)

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