30. Januar 2020 | NetZwerg

Audio-Content auf der Überholspur: Warum Corporate Podcasts zum Kommunikationsmix gehören

Podcasts sprießen in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden – allerdings weniger in der Unternehmenskommunikation. Wir zeigen, warum sich Audio-Content gerade hier richtig lohnt und welche Maßnahmen vor dem ersten Livegang wichtig sind.

Aus unserer alljährlichen Benchmark-Studie geht hervor, dass von den 75 untersuchten Unternehmen nur 12 einen eigenen Corporate Podcast veröffentlichen. Dieses Ergebnis ist insofern ernüchternd, als Podcasts gerade in den letzten Jahren wieder in aller Munde sind und stark zunehmende Nutzerzahlen aufweisen. Bereits 22 % der Deutschen gehören inzwischen zu den regelmäßigen Hörern. Wieso wird dieses Format in der Unternehmenskommunikation so selten eingesetzt, wo man doch Menschen, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren, stärker an das Unternehmen binden könnte?

 

Podcasts: Wer sind die Hörer?

Podcasts entsprechen den Nutzungsgewohnheiten der mobilen, jüngeren und gebildeten Zielgruppen. Audio-Formate lassen sich mit geringem Datenverbrauch zu jeder Zeit an jedem Ort via Smartphone abrufen. Das Schöne daran ist, dass man über diese Sendungen gleichzeitig informiert und unterhalten werden kann. Über die Stimme lässt sich zudem ein unmittelbarerer Kontakt herstellen. Dadurch wirkt das Unternehmen nahbar und authentisch zugleich.

In unseren Unterhaltungen mit Verantwortlichen aus der Unternehmenskommunikation stellen wir fest, dass sich fast jedes Unternehmen immerhin damit beschäftigt hat, eigene Podcasts auf die Beine zu stellen. In den seltensten Fällen stellt man demnach den Mehrwert einer solchen Sendung in Frage. Könnte man daher nicht die Empfehlung aussprechen, einfach loszulegen? Ganz so einfach gestaltet sich eine solche Initialzündung nicht. Es gibt im Vorfeld einige konzeptionelle Hürden, die man überwinden sollte, um zielgerichtet mit den ersten Sendungen loslegen zu können.

Zunächst gibt es unserer Erfahrung nach nur wenige Unternehmen, die sich bereits im Vorfeld darüber einig sind, aus welchen Stakeholdern sich ihre Zielgruppe zusammensetzt. Wen möchte ich mit meiner Sendung überhaupt erreichen? Wie sehen die idealtypischen Stakeholder für unser Unternehmen aus? An dieser Stelle empfehlen wir eine Anforderungsanalyse, um anschließend die Inhalte zielgruppengerecht entwickeln und planen zu können.

Durch diese Analyse lässt sich ein wesentlich prägnanteres Bild davon ableiten, welcher Content für das Publikum interessant sein kann. Außerdem ist es auch für die Sprecher einfacher, wenn sie sich vorab schon ein Bild vom Publikum machen können, das sie über die Podcastsendung ansprechen.

 

Worauf es bei der Themenfindung für den Podcast ankommt

Stellen Sie sich nach der Definition der Zielgruppen folgende Fragen: Mit welchen Inhalten erreiche ich meine Zielgruppe am besten? Welche Themen können wir aus unserem Unternehmen positionieren, um Hörern einen echten Mehrwert zu bieten? Wie schaffen wir es, das Leistungsspektrum unseres Unternehmens einem möglichst breiten Publikum nahbarer zu machen? Gibt es im Jahr bestimmte firmeninterne Ereignisse als Meilensteine, die auch für die Zielgruppen interessant sind?

Podcasts liefern dem Unternehmen nicht unmittelbar finanziell messbaren Mehrwert. Allerdings können sie einen großen Beitrag für die eigene Markenbildung und die Etablierung eines Expertenstatus liefern.

 

Distribution und Content-Erstellung unter Einbeziehung der eigenen Belegschaft

Wichtig ist in diesem Kontext auch, die Podcastsendungen insbesondere über die unternehmensinternen Kanäle zu teilen. Die interne Akzeptanz und Verbreitung dieser Sendungen ist für die dauerhafte Etablierung eines Corporate Podcasts von entscheidender Bedeutung, da die eigenen Mitarbeiter nicht nur zur Zielgruppe gehören (sollten), sondern auch wichtige Multiplikatoren sind.

Da es in Unternehmen so viele unterschiedliche Ansprechpartner und Interessen gibt, kann es eine wirksame Strategie sein, die Inhalte der einzelnen Sendungen breit zu streuen. Hier sind Podcasts ein dankbares Tool, da sich die Inhalte beispielsweise durch Dialogformate flexibel gestalten lassen. So können Sie unterschiedliche Führungskräfte und andere Botschafter aus dem Unternehmen z.B. für ein Experteninterview gewinnen. Dabei lassen sich sowohl unternehmensinterne als auch externe Themen positionieren.

Zusätzlich können Podcasts wunderbar zum Recruiting neuer Mitarbeiter oder als verlängerter Arm des Kundenservice genutzt werden, wenn man die entsprechenden Inhalte spielt. Hier können sowohl fachbezogene als auch alltagsrelevante Themen besprochen werden. Ihrem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Daher sind Podcasts eine spannende Ergänzung der Content-Marketing-Strategie in der Unternehmenskommunikation.

 

Gibt es in Ihrem Unternehmen bereits einen Corporate Podcast oder sind Sie schon im Planungsprozess? Falls Sie Unterstützung für die strategische Planung und Konzeption suchen, melden Sie sich gern via E-Mail, Kontaktformular oder telefonisch unter +49(0)2236/3936-6 – wir beraten Sie gern!

Über Ihr Feedback zu unserem Beitrag via LinkedIn freuen wir uns!

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