07. Januar 2019 | NetZwerg

Unsere Trends für die Unternehmens­kommunikation - Teil 1

The future depends on what you do today: Wie Sie heute Ihre Kommunikation ausrichten können, um mit der Digitalisierung auf Augenhöhe zu bleiben.

Die mediale Informationsflut wird auch in Zukunft nicht weniger, da sind wir uns alle einig. Wie schaffen Sie es hier als Kommunikationsverantwortliche, mit ihrem Content nicht in den Fluten unterzugehen, sondern kontinuierlich stimmige Botschaften zu senden und sich immer wieder aufs Neue vom Wettbewerb abzuheben? Wir haben dazu in unserem Team sechs Trends für 2019 zusammengetragen und zeigen Ihnen, welche Maßnahmen, Methoden und Lösungen sowohl nachhaltig als auch zukunftsfähig sind. Hier sind unsere ersten drei Trends:

 

Digitalstrategie, Content-Strategie, Storytelling-Konzepte

Es ist die Königsdisziplin der heutigen Unternehmenskommunikation: die Erstellung einer ganzheitlichen Kommunikationsstrategie, die Kommunikation und Fachabteilungen eines Unternehmens vernetzt. Wie wir in unserem Corporate Benchmark herausgestellt haben, liegt hier nach wie vor viel ungenutztes Potenzial. Dabei ist eine schlüssige und umfassende Strategie der Erfolgsgarant für eine konsistente digitale Kommunikation. Aus diesem Grund wird sie auch weiterhin ein Schlüsselthema bleiben, mit dem sich Kommunikatoren auseinandersetzen müssen. Digitalisierungs- und Content-Strategie müssen dabei Hand in Hand gehen, um sie messbar und performanceorientiert zu gestalten.

Ganz klar, Storytelling ist nun wirklich kein neuer Trend. Dennoch scheinen sich viele Unternehmen immer noch nicht strategisch damit auseinanderzusetzen. Hier schlummert nach wie vor viel Potenzial, Aufmerksamkeit zu erregen und Geschichten zu erzählen, die die Markenbotschaft zielgerichtet und auf emotionale Weise vermitteln. Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit von Kunden, Bewerbern und anderen Interessenten treten Unternehmen nicht nur gegen die direkte Konkurrenz an, sondern gegen viele weitere Online-Angebote, wie Nachrichtenseiten oder Experten-Blogs. Inhalte, die Usern wirklich weiterhelfen, sind hier gefragt, anstatt nur die Vorteile der eigenen Produkte oder Leistungen anzupreisen.

Zu guter Letzt ist nützlicher und sinnvoller Content auch eine Chance, sich inhaltlich zu relevanten Themen zu positionieren und an deren öffentlichen Diskurs teilzunehmen. Wir werden deshalb nicht müde, es immer wieder zu sagen: Storytelling gehört in einer Kommunikationsstrategie zu den wichtigsten Maßnahmen! Sind Sie bereit?

 

Monitoring und Testing in der Unternehmens­kommunikation

Im performancegetriebenen Marketing sind sie längst Standard, in der Unternehmenskommunikation fangen viele Verantwortliche jetzt erst an, sich Monitoring- und Testing-Methoden zu Nutze zu machen. Egal, um welches Kommunikationsprojekt es sich handelt und in welchem Stadium es sich befindet – es lohnt sich immer, entsprechende Methoden zu implementieren und sie für die Weiterentwicklung zu nutzen: Eine Anforderungsanalyse beispielsweise sichert Ihnen eine zielgruppengerechte und fehlerarme Konzeption und spart so Kosten.

Mithilfe des Social-Media-Monitorings wiederum erhalten Sie nicht nur einen Überblick über die Performance Ihrer eigenen Social-Media Aktivitäten, sondern auch über die Ihrer Wettbewerber. Diese und weitere digitale Analyse- und Testing-Methoden gehören somit zu den wichtigsten Bestandteilen einer ganzheitlichen und vor allem zukunftsfähigen Kommunikationsstrategie. Denn: Nur wer die richtigen Daten filtert, auswertet und in seine Strategie überführt, wird hinterher auch Erfolge nachweisen können.

 

Chatbots, Sprachassistenten und künstliche Intelligenz

Während künstliche Intelligenz in der Wissenschaft schon lange im Einsatz ist, steht sie in der Wirtschaft noch ganz am Anfang, erfährt hier gerade aber einen enormen Hype. Für die Kommunikation sind vor allem Chatbots und Sprachassistenten interessant, um Nutzer schnell zu den gewünschten Informationen zu führen.

Use-Cases für Chatbots in der externen Unternehmenskommunikation sind also beispielsweise die Beantwortung häufig gestellter Fragen, die Navigation durch eine komplexe Dokumentation oder auch die Unterstützung im Bewerbungsprozess. In der internen Kommunikation eignen sie sich z.B., um Mitarbeitern standardisierte Prozesse wie Reisekosten- oder Stundenabrechnungen zu erleichtern.

Wer lieber spricht als schreibt, wird eher auf die Sprachsteuerung als auf einen Chatbot [g|1] zurückgreifen. Die Entwicklung von Skills für digitale Sprachassistenten wie Alexa wird entsprechend wichtiger, um diese immer größer werdende Zielgruppe zu erreichen. Neben den Skills wird Content im Audio-Format an Aufwind gewinnen und das Internet zunehmend bildschirmlos machen.

Ob Chatbot [g|1] oder Sprachassistent – beide Tools bieten ähnliche Funktionen, wenn auch mit unterschiedlicher Steuerung. Bemerkbar macht sich das bereits in der Konzeption, wenn es darum geht, die Use-Cases der Nutzer zu antizipieren und zu analysieren. Die Erstellung von Interface-optimierten Antworten ist somit die neue Herausforderung: Das Chat-Fenster oder den akustischen Raum rund um den Sprachassistenten mit relevanten Informationen so userfreundlich zu füllen, dass diese aufmerksam bleiben und interagieren – darauf wird es künftig immer mehr ankommen.

 

Hier geht's zu Teil 2 unserer Kommunikationstrends 2019.

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