06. November 2018 | NetZwerg

Sprachassistenten: Tippst du noch oder sprichst du schon?

Wenn man auf der Suche nach der nächsten Marktinnovation seit dem Smartphone ist, führt wohl kein Weg an digitalen Sprachassistenten vorbei.

Alexa, Google Home oder Apples HomePod hielten innerhalb der letzten drei Jahre Einzug in Millionen Wohn- und Schlafzimmer. Und das ist erst der Anfang. Gerade die junge Generation unterhält sich vollkommen ungezwungen mit den kleinen digitalen Helfern. Es ist ja auch so herrlich einfach. Schließlich braucht man individuelle Anforderungen nicht mehr lang und breit zu tippen, sondern man spricht einfach mit den Geräten. Und man wird immer besser verstanden.

Stop Googlin – Let´s talk

Schon heute durchsuchen 325 Mio. Menschen das Internet, indem sie den Suchbegriff ins Smartphone sprechen. Bei Google sind es aktuell rund 20 % aller Suchen, die via Spracherkennung erfolgen. Bemerkenswerterweise liegt die Trefferquote bei der gesprochenen Suchanfrage bereits bei 95 %. Gemäß Schätzungen der amerikanischen Marktforscher von Comscore soll schon im Jahr 2020 jede zweite Internet-Suche via Spracherkennung erfolgen. Sprache wird damit zum wichtigsten Steuerelement in der digitalen Welt. Google (Google Duplex) bietet heute schon die Möglichkeit, lästige Anrufe wie eine telefonische Tischreservierung im Restaurant oder einen Friseurbesuch über ein solches Tool erledigen zu lassen. Diese digitalen Anrufer klingen sogar erstaunlich menschlich, indem sie Sprachpausen einlegen oder auch mal kleine Füllwörter gebrauchen.

Verbreitung der digitalen Helfer

Diese Sprachsuchsysteme werden sich nicht nur durch Smartphones, sondern auch durch Sprachassistenten, intelligente Lautsprecher – sogenannte Smart Speaker – wie Amazons Alexa (Marktanteil von über 66 %), Google Home (Marktanteil von über 25 %) oder Apples HomePod und Smarthome-Systeme verbreiten. Über deren Absatzzahlen werden bislang keine exakten Zahlen genannt. Ende des letzten Jahres gab Amazon allerdings bekannt, dass im Weihnachtsgeschäft mehrere zehn Millionen Einheiten des Amazon Dot verkauft wurden. Mittlerweile gibt es schon über 20.000 Skills für die Echo-Boxen (davon 3.000 in deutscher Sprache).

Bedeutungszuwachs von audiokompatiblem Content

Entsprechend wichtiger wird für Unternehmen die Produktion von Audio-Content. Sprachassistenten machen das Internet bildschirmlos und damit auf andere Art und Weise anwendbar wie bisher. Digitale Kommunikation verlagert sich von Tastatur und Bildschirm hin zur eigenen Stimme und zum digitalen Sprachassistenten im Internet.

Die Vorteile des audiokompatiblen Contents gegenüber Videoaufnahmen liegen auf der Hand: Im Vergleich zu Video-Dateien sind Audio-Files wesentlich kleiner, die Aufnahme weniger aufwendig und der Abruf von Audio-Inhalten ist – selbst mobil – schneller und damit komfortabler als das Abspielen von Videos.

Für die Unternehmenskommunikation bedeuten Sprachassistenten eine große Chance, sich frühzeitig mit Skills und Audio-Content am Markt zu positionieren. Bereits existierender Content kann auf diese Formate neu zugeschnitten und mit aktuellen Informationen ergänzt werden. Der Reichweite und auch der Reputation von Unternehmen kann das nur gut tun.

Hier erfahren Sie, wie wir für Bielmeiers Blog eine Alexa-Skill entwickelt haben.

Wenn Sie Sprachassistenten in Ihre Kommunikation einbinden möchten und Beratung zum Thema suchen, kommen Sie jederzeit auf uns zu, wir unterstützen Sie gern.

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