30. Oktober 2018 | NetZwerg

Media Center: 3 schlagkräftige Argumente für eine Vorab-Analyse

Business-Analysen im Vorfeld von Online-Projekten haben manchmal den Ruf, teuer und wenig zielführend zu sein. Wir machen jedoch seit jeher völlig andere Erfahrungen.

Räumen wir doch einmal mit diesem zweifelhaften Vorurteil auf und fragen bei denen nach, die es am besten wissen: Unser Business Analyst Julian hat die drei wichtigsten Gründe zusammengestellt, die für eine Analyse vor der Konzeption Ihres Media Centers sprechen.

1. Sie lernen Ihre Nutzer noch besser kennen

Jeder, der sich mit digitalen Plattformen beschäftigt, predigt in erster Linie eine Sache: nutzerzentriertes Denken und Handeln! „Wenn es schnell gehen muss, fangen manche an, sich Ihre Durchschnittsnutzer herbeizufantasieren. Sie orientieren sich dann daran und konzipieren im schlimmsten Fall an den eigentlichen Usern vorbei“, erklärt Julian. Die Konsequenz: Die zunächst eingesparte Zeit wird für neue Anpassungen gebraucht, die erhoffte Reichweite bleibt aus und im Falle des Media Centers kommen genauso viele bzw. wenige Journalisten auf das Unternehmen zu, wie vorher auch. „Die Zielgruppen-Analyse erleichtert alle weiteren Prozesse, weil sie allen Projektbeteiligten Orientierung gibt. Kennt man seine Nutzer genau, gehen Konzeptionierung, Design und Content-Planung viel schneller, zielgerichteter und leichter von der Hand.“

2. Sie vergessen nichts und priorisieren richtig

Wer ohne vollständige Anforderungsanalyse direkt drauflos konzipiert, läuft Gefahr, wichtige Anforderungen zu vergessen oder falsch zu priorisieren. „Es kann passieren, dass man Funktionalitäten einbaut, die gar nicht gefragt sind oder die nicht auf die strategischen Ziele des Projekts einzahlen“, so Julian. Deshalb sei es auch zwingend notwendig, die Vorab-Analyse mit der Zieldefinition zu verknüpfen: „Das kann als Teilprojekt nebenherlaufen oder Hand in Hand mit der Anforderungsanalyse durchgeführt werden. Hier gibt es kein besser oder schlechter, das kommt immer individuell auf das Projekt und den Kunden an.“

3. Sie bezahlen am Ende weniger

Das Beste kommt wie immer zum Schluss. Ein vollständiges Anforderungsmanagement (ein Teilgebiet des Requirements Engineering) zahlt sich laut Julian grundsätzlich aus: „Es ist immer effizienter und damit kostengünstiger, wenn man auf Basis der Analyse von Anfang an korrekt konzipiert. Fehler werden schneller entdeckt und können unmittelbar nach ihrem Entstehen korrigiert werden.“ Fehler erst im Live-Betrieb auszumerzen, koste deutlich mehr an Ressourcen und damit auch mehr Geld. Eine hochwertige Vorab-Analyse für mehr Effizienz und Kostenersparnis – spätestens hier dürften Skeptikern die Argumente ausgehen. Besonders bei so komplexen Systemen wie einem Media Center ist eine effiziente und fehlerarme Entwicklung ein entscheidender Kosten- und damit auch Erfolgsfaktor.

Hauptziel des Anforderungsmanagements: Auftraggeber und externe Projektverantwortliche entwickeln ein gemeinsames Verständnis darüber, was das geplante System im Detail leisten soll (funktionale Anforderungen), was die jeweiligen Gütekriterien sind und welche Randbedingungen es zu beachten gilt (nichtfunktionale Anforderungen). Die erarbeiteten Anforderungen dienen dann als Zielvereinbarung für die weiteren Schritte in der Projektumsetzung. Aufwand und Kosten können damit präzise kalkuliert werden und es gibt am Ende keine unliebsamen Überraschungen und keinen Mehraufwand.

Die Anforderungsanalyse kann außerdem als Grundlage für die Software- oder Systemauswahl dienen. Damit können Anforderungen priorisiert und mit den Leistungen verschiedener CMS abgeglichen werden, um schließlich die passgenaue Software auswählen zu können.

Wie das alles in der Praxis funktioniert, lesen Sie in unserem Beitrag zur Analyse und Konzeption des Media Centers der DKMS, die wir begleitet haben.

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