16. Oktober 2018 | NetZwerg

So lief die Think 2018

Bei der IBM-Fachmesse "Think" drehte sich alles um künstliche Intelligenz und Cloud-Systeme. Wie das Event war und was wir daraus mitgenommen haben, verraten Christian und Kevin.

Mensch und Technik gestalten Zukunft – das war das Motto der IBM-Fachmesse „Think“ am 9. Oktober. Genau unser Thema. Also zogen wir los, um Chatbot Carrie dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit vorzustellen. Und wir wollten natürlich auch sehen, was die anderen mit den Themen Cloud und künstliche Intelligenz auf die Beine stellen. Wie es war und welche Eindrücke unsere Kollegen Christian und Kevin aus Frankfurt mitgebracht haben, gibt’s hier in der Zusammenfassung.  

Unser Chatbot Carrie: Was sie kann und wie sie ankam 

Zunächst einmal ging es für uns darum, Deutschlands ersten IR-Chatbot ins Rampenlicht des Messestands zu stellen. Das Service-Tool mit dem Namen Carrie haben wir gemeinsam mit der Deutschen Post DHL Group entwickelt. Seit Mai unterstützt sie die dortige IR-Abteilung, indem sie Antworten auf häufig gestellte Fragen liefert. Dass Carrie echt was draufhat, wussten wir. Dass sie viel mehr Interessierte anlocken würde als erwartet, war dann natürlich erst recht ein schönes Feedback. 

Auf der Vortagsbühne gab es für Carrie noch mehr Aufmerksamkeit. Sebastian Slania, IR Manager der Deutschen Post DHL Group, stellte sie dem Publikum vor und erklärte, dass die Automatisierung der Inhalte für den Chatbot der nächste große Schritt sei. Das heißt, Carrie lernt zukünftig, was User von ihr wissen möchten und sucht die passenden Antworten selbstständig auf der Website. 

Christian und Kevin standen auf der Think für alle Fragen rund um Carrie und die eingebaute IBM-Watson-Technologie bereit.

 

Was die anderen machen: Von fliegenden Gehirnen bis zur Schokolade in Ketten 

Künstliche Intelligenz wird in der Wissenschaft längst vielfältig angewandt, die Wirtschaft beginnt erst jetzt, einen Nutzen daraus zu ziehen. Getan wird hier schon viel, geredet auch. Hier eine Übersicht über vier der Highlights, die unsere Kollegen auf der Think entdeckt haben: 

  • Der fliegende Assistent im All: Wenn Alexander Gerst zur ISS-Mission aufbricht, hat er ab jetzt Begleitung von CIMON. Der intelligente Assistent ist etwas größer als ein Basketball und fliegt durch die Raumstation, um die Astronauten bei ihrer Arbeit zu unterstützen – als rein sprachgesteuerte Datenbank, damit die Crew die Hände frei hat. Wer noch Captain Future kennt, dürfte sich an Prof. Simon Wright, das fliegende Gehirn, erinnert fühlen. Und liegt damit auch richtig, denn er war CIMONS Vorbild. 
  • Der Reisebegleiter für alle Fälle: Die Deutsche Bahn hat nicht nur für Bahnreisende ein neues Service-Angebot. Der Reisebuddy beantwortet kostenlos und rund um die Uhr Fragen zur Reise, bucht Hotelzimmer, kauft Kinokarten oder Blumen – und das alles per SMS, falls die Netzabdeckung fürs Internet nicht ausreicht. Aktuell kümmern sich noch echte Menschen um die Anfragen an den Reisebuddy, künstliche Intelligenz als Unterstützung ist bereits in der Planung. 
  • So geht Autofahren: Wer sich fragt, wie die ganze Technik im neuen Auto überhaupt funktioniert, bekommt bei der Mercedes E- oder S-Klasse nun die Antwort von „Ask Mercedes“. Der virtuelle Assistent ist per Smartphone-App, Facebook Messenger oder Alexa erreichbar und funktioniert sowohl per Tastatur als auch per Sprachsteuerung. „Ask Mercedes“ beantwortet neben Fragen zur Bedienung auch solche rund um das Unternehmen selbst. Augmented Reality ist ebenfalls verbaut: Mit der Smartphone-Kamera können Nutzer der Innenraum scannen und erfahren so, wie einzelne Bedienelemente heißen und funktionieren.  
  • Süßes in der Blockchain: Ritter Sport nutzt Blockchain-Technologie, um Informationen aus der Schokoladenproduktion jederzeit abrufen zu können und für Interessierte Nutzer bereitzustellen. So zeigt das Unternehmen auch für Kunden und Lieferanten transparent, wie die Produktions- und Lieferkette im Detail aussieht, wo die Rohstoffe herkommen und welche Verfahren in der Verarbeitung angewandt wurden. 

Weitere Eindrücke und Bilder von der Think 2018 in Frankfurt sehen Sie im Event-Video von IBM:

 

Was wir mitgenommen haben und was auf uns zukommt 

Vollgepackt mit diesen und vielen weiteren Infos kamen unser Junior Consultant Kevin und unser Geschäftsführer Christian zurück. Wir wollten wissen, was die beiden am meisten fasziniert hat und was da an künstlicher Intelligenz auf uns zurollt. 

„Am spannendsten war für mich zu sehen, wie viele Unternehmen sich mit KI und Watson auseinandersetzen und wie sie die Technologie nutzen“, fasst es Kevin zusammen. Mit Christian ist er sich jedoch einig darüber, dass aktuell viel über künstliche Intelligenz, Cloud und Blockchain geredet wird, die konkrete Umsetzung aber oft hinterherhinkt. „Wenn man tiefer in der Materie drinsteckt, fällt einem auf, dass wirklich innovative Lösungen noch Mangelware sind.“ 

Das Zitat des Tages lieferte kein geringerer als Keynote-Sprecher Richard David Precht: „Ist das, wofür ich eine Lösung anbiete, überhaupt ein Problem?“ Das ist auch für Christian einer der wichtigsten Punkte, den es zu beachten gilt: „Künstliche Intelligenz bietet so viele Einsatzmöglichkeiten, dass manche den tatsächlichen Bedarf aus den Augen verlieren. Weniger reden, weniger Prototypen, sondern anhand der Nutzerbedürfnisse einfach machen – in diese Richtung sollte es gehen.“ 

Und was kommt KI-technisch auf uns zu? Christians Ausblick: „Wir stehen erst am Anfang einer gewaltigen Revolution, deren Ausmaß, Möglichkeiten und auch Herausforderungen wohl noch niemand überblicken kann. Wir sind sehr gespannt und stolz darauf, an dieser Entwicklung beteiligt zu sein.“ 

Wenn Sie mehr zu unserem Chatbot und den Einsatzmöglichkeiten für Ihre Kommunikation erfahren möchten, melden Sie sich gerne via Kontaktformular bei uns.

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