28. August 2018 | Thorsten Greiten

Zukunft Reporting (II) - XBRL im Einsatz

Die nächste Geschäftsberichte-Saison wird zeigen, wer „Digitalisierung“ nicht nur predigt, sondern auch praktiziert ...

Zukunft des Reporting – Function follows Strategy!

Eine Strategie muss her, die der radikalen Veränderung der Informationsbeschaffung der Zielgruppen in den letzten Jahren Rechnung trägt. Quellen wie Online-Foren, soziale Netzwerke und Fachzeitschriften gewinnen zunehmend an Bedeutung, wie eine Studie von WIR-Design zeigt.

Ein Trend, der sich mit den Erfahrungen der Stakeholder deckt. Gerade einmal 16 Prozent der Journalisten, 31,3 Prozent der Investoren und 43,2 Prozent der Privataktionäre finden alle für sie relevanten Informationen im klassischen Geschäftsbericht. Werte, die im Vergleich zu 2014 sogar noch gesunken sind.

Viel verschenktes Potential. Es fehlt an Interaktion mit den Stakeholdern und somit der Möglichkeit, diese an das Unternehmen zu binden. Findet der Interessent nicht die erforderliche Information, verlässt er die Unternehmensseite – und ihn vielleicht auch das Interesse. Ergo muss der digital abrufbare Geschäftsbericht auf der responsiven Website alle Fragen und Informationsbedürfnisse des Empfängers abdecken. Elementar ist der direkte und unmittelbare Zugriff auf die Information sowie die Autovervollständigung von Suchanfragen.

Wie analog geprägt die Welt der Geschäftsberichte immer noch ist, zeigt unser diesjähriger IR-Benchmark, in dem wir die IR-Websites der 92 kapitalstärksten Unternehmen aus Dax, MDax, SDax und TecDax im dritten und vierten Quartal 2017 analysiert haben. Gerade einmal 14 Prozent bieten die Möglichkeit der Online-Anmeldung und nur 22 Prozent erlauben den Aktionären per Live-Stream die Jahreshauptversammlung zu verfolgen.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass lediglich 37,6 Prozent von 92 untersuchten Unternehmen einen Online Geschäftsbericht in HTML zur Verfügung stellen, nur weniger als ein Drittel davon sind mobil optimiert.

Quo Vadis Reporting? Progressiv Web App vs. PDF

In Zeiten der exponentiell ansteigenden Digitalisierung und künstlicher Intelligenz ist es an der Zeit, den Zielgruppen alle erforderlichen Informationen in variantenreichen Darstellungsformen als digitalen Geschäftsbericht anzubieten. Nur so kann ein 360°-Bild des Unternehmens erstellt werden, das eine adäquate Interaktion mit den Stakeholdern ermöglicht.  

Mittels Progressiv Web Apps (PWA) ist es den Unternehmen möglich, einen Großteil der Erfordernisse der Zielgruppen zu befriedigen. PWA funktionieren wie native Apps – mit Pushfunktion, Offlineverfügbarkeit durch Cache, automatisierten Updates, sicherer Verschlüsselung (https), bei gleichzeitig einfacher Verbreitung über eine URL. De facto handelt es sich um responsive Websites, die dem Nutzer erlauben, schnell auf die gewünschten Daten zuzugreifen. Die erhöhte User Experience begünstigt bestenfalls die Konversionsrate.

XBRL schafft Zukunft

Ergänzt man die PWA mit XBRL (Extensible Business Reporting Language), können Printversionen und PDF langfristig ersetzt werden. Für 77,9 Prozent der Befragten ist der schnelle Zugriff und die Suche nach Stichwörtern das Hauptargumenten für den Download von statischen PDF-Dokumenten.

XBRL ermöglicht ein standardisiertes Verfahren, das die Übertragung und Verarbeitung von Unternehmensdaten in das eigene System vereinfacht. Analysen, Vergleiche und Interpretationen sind so digital filter- und integrierbar.

Net Federation hilft Ihnen Ihren Geschäftsbericht und den Mehrwert für bekannte und neue Zielgruppen zu gestalten. Wir übernehmen die strategische Konzeption, technische Umsetzung und Betreuung. Wir analysieren die Reichweite Ihres Geschäftsberichts, das Ranking einzelner Themen und sind in der Lage, die Ergebnisse schnell und CI-konform umzusetzen.

Der digitale Geschäftsbericht mit PWA und XBRL wird so lebendiger, interaktiver und stärkt das Corporate Image Ihres Unternehmens.