07. Februar 2018 | NetZwerg

Let's talk about Digital Workplaces

„Wir wollen unser Intranet zum digitalen Arbeitsplatz ausbauen“ – Christiane Möller von Dräger über Lösungen, die das Zusammenarbeiten vereinfachen.

Welche Bedeutung haben Intranets für die interne Kommunikation? Wir haben mit Dr. Christiane Möller, Head of Internal & Corporate Communications von der Drägerwerk AG gesprochen.

Welche Bedeutung hat für Sie das Intranet, um alle Mitarbeiter im Unternehmen zu erreichen?

Wir wollen unser Intranet zum digitalen Arbeitsplatz ausbauen. Der Ort, wo ich alle unternehmensinternen Informationen und Services finden, wo ich mit meinen Kollegen zusammenarbeiten und über alle Grenzen hinweg diskutieren und Wissen austauschen kann.

Inwiefern haben Sie in den letzten Jahren einen Wandel in der Bedeutung von Intranets für die interne Kommunikation festgestellt?

Die Zeit der statischen Intranets, die Informationen bereitstellen und als Dokumentenablagen dienen, ist vorbei. Die Arbeitswelt hat sich mit den neuen Technologien zunächst schleichend, aber jetzt rasant verändert. Die Mitarbeiter erkennen die Möglichkeiten und fordern inzwischen Lösungen, die ihnen das Netzwerken und die Zusammenarbeit erleichtern und die ihnen alles bereitstellen, was sie für ihre tägliche Arbeit brauchen – zunehmend auch in mobiler Form. Die Erwartungen orientieren sich an den privat genutzten Services und Tools.

Drägerwerk hat im Herbst 2015 ein neues Intranet eingeführt. Welche Bedeutung hatte die interne Vermarktung für die Akzeptanz des neuen Intranets?

Viele Elemente unseres neuen Intranets waren neu und viele Fragen waren zu beantworten. Es galt Vorbehalte auszuräumen, besonders was die sozialen Aspekte innerhalb des neuen Intranets anbelangte. Uns war wichtig, den Mitarbeitern die neuen Möglichkeiten aufzuzeigen und ihnen den Raum zu geben mit Neugier und Spaß in ihrem eigenen Tempo die D-World zu erobern. Auf klassische umfängliche Schulungen haben wir verzichtet. Digitale Vorreiter im Unternehmen bereiten den Weg.

Welche Hürden galt es dabei zu überwinden?

Wir haben zeitgleich fünf Intranets zugunsten unserer neuen D-World abgeschaltet. Eine große Umstellung für die Kollegen, die zum Teil mehr als zehn Jahre mit diesen Systemen gearbeitet haben. Wir mussten also viele Register ziehen, um die verschiedenen Mitarbeitergruppen mit den neuen Möglichkeiten vertraut zu machen. Und das bleibt auch heute noch eine tägliche Aufgabe, denn wir entwickeln die D-World kontinuierlich weiter. International war die Aufgabe noch schwieriger. Seit 2015 rollen wir zusätzlich zu den globalen Inhalten integrierte lokale Bereiche mit eigenen Redaktionen aus. Ein längerer Hürdenlauf – nicht nur kulturell.

Welche Möglichkeiten der digitalen Tools interner Kommunikation faszinieren Sie am meisten?

Alle Tools, die Wissensaustausch, Dialog, und Feedback ermöglichen. Für viele Mitarbeiter ist das immer noch eine Überwindung, sich aktiver in der Unternehmensöffentlichkeit zu bewegen. Hier fördern digitale Tools auch neue Ansätze im persönlichen analogen Austausch und beeinflussen die Unternehmenskultur.

Kollaboration, Vernetzung, verschiedene Kanäle und Medien: In welche Richtung wird sich der digitale Arbeitsplatz in Zukunft entwickeln?

Die Möglichkeiten sind schon jetzt so vielfältig, dass es an uns ist, auszuloten, was für unser Unternehmen Sinn macht. „Gemeinsam am Ball bleiben“ heißt die Devise: Fachbereiche, IT und Kommunikationsbereiche. Es ist vielleicht eher die Frage, welche Schwerpunkte wir gemeinsam für unser Unternehmen für sinnvoll halten und welche Richtung wir einschlagen.

Zu guter Letzt: Wir bei NetFed lieben Filme. Was ist Ihr Favorit, welches Ihr Lieblingszitat?

Wawa: „Das ist toll! Ist das toll? Es ist toll. Oh, Geheimnis! Ganz toll, und ich habe es entdeckt.“ (Das Urmel aus dem Eis, 1969)

 

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