07. März 2016 | NetZwerg

Sechs Fragen an Walther Schönzart

Der Onlinemarketing-Leiter der DZ BANK über Webseitenentwickler und Open Source, den Anspruch, belanglose von wichtigen Informationen zu unterscheiden, und die unendlichen Welten von Spotify.

1. Wir lieben Filme. Was ist Ihr Favorit, welches Ihr Lieblingszitat?

Neben „Inception“ ist „Blade Runner“ mein absoluter Film-Favorit. Daraus stammt auch mein Lieblingszitat: „All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, wie Tränen im Regen.“ Nicht zwingend wegen des Inhalts, sondern eher wegen der Szene selbst, der Musik, des Plots.

2. Heute ist jeder mit seinem Smartphone mobil und online; das Internet und seine Dienstleistungen sind allgegenwärtig. Wie sieht Ihr jetziger Beruf in zehn Jahren aus? Was ist dann aus Ihrem Unternehmen geworden?

Vor gut zehn Jahren noch war man als Unternehmen durchaus froh, wenn man einen Webseiten-Entwickler hatte, der all die Informationen und Inhalte professionell für das Internet aufbereiten und dort darstellen konnte. Heute gibt es die meisten Plattformen „open source“ nahezu an jeder Straßenecke – und für kleines Geld. Dafür tun wir uns mittlerweile mit relevanten und gehaltvollen Inhalten deutlich schwerer.

In zehn Jahren werden wir hoffentlich wieder intensiver damit beschäftigt sein, nutzbringende Informationen durch Interaktion mit den Nutzern verfügbar zu machen, um zusammen an gemeinsamen Zielen zu wachsen.

Mein Unternehmen als etabliertes soziales Netzwerk in der Finanzwelt wird bis dahin die seit jeher vorhandenen Strukturen sinnvoll in das World Wide Web übertragen haben und im Sinne eines kundenorientierten, integrierten Konzeptes erfolgreich für sich und seine Kunden nutzen.

3. Was fasziniert Sie am meisten am digitalen Wandel? Wo sehen Sie Risiken?

Am meisten faszinieren mich die nahezu endlosen Möglichkeiten, profundes Wissen zu vermitteln, interkulturelles Verständnis aufzubauen und sich dadurch weiterzuentwickeln.

Dazu müssen wir allerdings auch immer besser darin werden, belanglose Nicht-Informationen von belastbaren, wichtigen Informationen zu unterscheiden.

Das Risiko, das ich sehe, liegt in der Art und Weise, wie wir diese Unterscheidungen treffen – und von wem wir uns dabei helfen lassen bzw. wem wir dabei vertrauen.

4. Auf welche digitale Möglichkeit oder Einrichtung möchten Sie nie wieder verzichten?

Auf meinen Virenscanner. ;)

5. Welche ist Ihre Lieblings-App?

Spotify. Ernsthaft. Für mich als interessierten Musiklaien eröffnen sich hier schier unendliche Welten.

6. Mit welchen Hobbies finden Sie Ausgleich zum Job?

Da zitiere ich gerne Carsten Spohr, der zum Amtsantritt als Lufthansa-Chef im Februar 2014 gesagt hat: „Es gibt für mich keine bessere Balance zu meinem anspruchsvollen Job als meine Familie“. Darüber hinaus lerne ich ein Instrument, spreche Hörspiele ein und höre ausgesprochen gerne Musik.