20. August 2019 | NetZwerg

E-Sports: Eine Legende in unserer Mitte

Phil hat seine Ausbildung als IT-Systemkaufmann bei uns absolviert und arbeitet jetzt im Support und als interner Projektmanager, wo er u.a. für unsere Website verantwortlich ist. Und auch seine Freizeit verbringt er viel am Rechner: Im MOBA-Game* „League of Legends“ spielt er in der Diamond League und gehört mit seiner aktuellen Platzierung zu den oberen 2 % von über 2,5 Millionen gerankten Spielern. Wie er dazu kam und was E-Sports für ihn bedeutet, erzählt er im neuen Teil unserer Mitarbeiter-Storys.

Für Nicht-Gamer ist es oft nicht ganz einleuchtend, welche Spiele dem E-Sports-Bereich zugeordnet werden und welche nicht. Bei Fußball-Simulationen ist die Sache klar, aber wie wird E-Sports genau definiert? Eigentlich ganz einfach: Menschen gehen mithilfe von Computerspielen in einen sportlichen Wettkampf, der sich ausschließlich auf dem Bildschirm abspielt.

Bei League of Legends geht es in diesem Wettkampf um Strategie und Taktik: In der Fantasy-Welt „Runeterra“ stehen sich im Wettkampf zwei Mannschaften mit je fünf Charakteren (sogenannte Champions) gegenüber, die alle individuelle Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen. Hauptziel des Spiels ist es, den gegnerischen Nexus, sozusagen das Headquarter des Feindes, zu zerstören. Dazu müssen Verteidigungsanlagen eingerissen und gegnerische Champions ausgeschaltet werden. Unterstützung gibt es von KI-gesteuerten „Vasallen“, die helfen, den Nexus zu verteidigen. Die Welt, in der man sich bewegt, ist gespickt mit Fantasy-Charakteren wie Drachen, Trollen oder Magiern – um nur ein paar Beispiele zu nennen, mit welchen Spielfiguren man es hier zu tun hat.

Wie das Spiel aussieht, zeigt folgender Mitschnitt, bei dem auch Phil selbst in Aktion zu sehen ist – zumindest virtuell in der Arena.

Wie wird man zum (Semi-)Pro bei League of Legends?

„Mit dem Spiel habe ich 2011 angefangen, nachdem es ca. zwei Jahre auf dem Markt war. Zu der Zeit war ich gerade neu an der Uni und habe durch einen Java-Kurs angefangen, mich mehr für Computer zu interessieren. Das Spiel hat mir Spaß gemacht und ich habe erst eine ganze Zeit casual gespielt, also in der Silber-Liga, die zu den unteren Klassen gehört“, beschreibt Phil seinen Start in den E-Sport.

Über die Jahre nahm die Erfahrung und das Können zu, sodass nach und nach die Aufstiege folgten. Vor ca. drei Monaten war es dann soweit: KingPhil1995 stieg in die Diamond League auf und darf sich inzwischen zu den besten 2 % der über 2,5 Mio. Spieler zählen, die League of Legends im Wertungsmodus spielen. „Für mich war der Aufstieg in die Diamond League der bisher größte Erfolg und auf jeden Fall ein super Gefühl, es geschafft zu haben. Für viele Gamer ist das Erreichen dieser Stufe ein großes Ziel.“

Soll es denn noch höher hinausgehen? „Oberhalb der Diamond League gibt es nur noch die Ränge Master, Grand Master und Herausforderer. Bisher habe ich nicht vor, mich dorthin hochzuspielen, aber wer weiß was kommt.“

 

Fast wie im Büro: So sieht Phils Setup für League of Legends bei ihm zuhause aus. 

 

Online only oder LAN-Party?

Wer sich nicht in der Gamer-Welt bewegt, fragt sich vermutlich, wie das Teamwork im Spiel organisiert ist, wer die Leute sind, mit denen man so zusammenspielt und wie man sie überhaupt findet. „Normalerweise spiele ich online. Wenn man das Spiel startet, dauert es mehrere Sekunden bis wenige Minuten, bis die Teams stehen. Das System stellt die Teams immer so zusammen, dass gleichwertige Gegner aus derselben Liga gegeneinander spielen“, erklärt Phil.

LAN-Partys, wo man sich mit Freunden trifft, um zusammen zu zocken, gehören bei Phil eher der Vergangenheit an: „Früher haben wir das schon mal gemacht, aber der Aufwand ist natürlich recht hoch, bis man alle Rechner in einen Raum gebracht und alles aufgebaut hat.“

 

Einsames Kellerkind oder Spaß-Zocker?

Bisher gehen gut 6.600 Stunden von Phils Freizeit auf das Konto von League of Legends. Das sind mehr als neun Monate Lebenszeit. Zum Vergleich: Der Durchschnittsmensch spielt ca. 4 Monate seines gesamten Lebens am Computer – das erklärt zumindest vom Zeitaufwand gesehen seinen Erfolg, denn von nix kommt schließlich auch nix.

Die Frage ist nur: Wird man da nicht einsam? „Ich habe durch das Spiel sogar mehr soziale Kontakte und lerne immer wieder neue Leute kennen, weil man eben ein gemeinsames Hobby hat. Als Gesprächseinstieg auf Partys zum Beispiel ist das oft super, denn es gibt einfach viele Leute, die League of Legends spielen. Zusätzlich bin ich auch viel mit Freunden unterwegs. Über Einsamkeit kann ich mich also nicht beklagen.“

Und was ist mit „echtem“ Sport? „Der kam natürlich hin und wieder zu kurz, aber inzwischen gehe ich wieder regelmäßig trainieren, um einen Ausgleich zu haben. Nicht nur zum Zocken, sondern auch zum Büro-Job.“

 

Dann bedanken wir uns bei Phil für die spannenden Einblicke in die Gamer-Welt und schauen am besten mal, ob wir ein eigenes NetFed E-Sports-Team zusammenbekommen. Einen Profi haben wir ja schon mal ;)

 

* MOBA: Multiplayer Online Battle Arena: Echtzeit-Strategiespiel

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