24. Juli 2019 | NetZwerg

I got HEAT! Schuhe sind wie Schokolade – da ist immer noch Platz für mehr

Thomas arbeitet bei uns als Key Account Manager und weiß sich zu kleiden. Seine private Leidenschaft sind Schuhe und davon hat er mehr als der Durchschnitt. Deutlich mehr. Wie unser Kollege zu seinem Schuh-Hobby kam und zum Sneaker-Experten in den sozialen Medien wurde, verrät er im Auftakt unserer Reihe „Mitarbeiter-Storys“.

Wenn man Thomas im Büro begegnet, fällt er nicht nur durch seine Körpergröße auf, sondern vor allem auch durch seine Sneakers. Jeden Tag andere, jeden Tag sorgfältig auf die Kleidung abgestimmt. Die genderlastigen Schuh-Klischees packen wir an der Stelle gar nicht erst aus, sondern stürzen uns direkt auf die Fakten: Auf seinem Sneaker-Kanal auf Instagram hat Thomas aka themadritter aka The German Steal inzwischen über 4.700 Follower und auch auf YouTube zählt er bereits 550 Abonnenten, Tendenz weiter steigend. Aber wie kam es eigentlich genau dazu?

 

Der Einstieg ins Sneaker-Universum

„Seit meiner Kindheit in den späten 80er und frühen 90er Jahren bin ich Basketball-Fan. Damals kamen die ersten getragenen Signatur-Schuhe von Michael Jordan raus. In Deutschland war es zu der Zeit nicht einfach, an diese Schuhe zu kommen. Meinen ersten Jordan habe ich dann mit 14 bekommen, das war der Jordan 12. Der Schuh hat damals 300 Mark gekostet und den hab ich dann natürlich das ganze Jahr über getragen“, berichtet Thomas über die Anfänge seiner Schuh-Karriere.

Mit 20 war es dann erst einmal wieder vorbei mit Schuhen. Andere Dinge wie die Karriere, eine eigene Wohnung und später die Familienplanung waren wichtiger. „Vor etwa vier Jahren bin ich dann über YouTube wieder auf das Thema gestoßen, weil ich nach Outlets von Nike gesucht habe. Die Videos von Sneaker-Youtubern aus den USA fand ich so unterhaltsam, dass ich mich von da an wieder mehr mit Schuhen beschäftigt habe.“

Der Nike Clearance Store in Kerpen war außerdem nah und inzwischen passten auch die Lebensumstände besser zu Schuh-Käufen dieser Art. „Nike macht das natürlich auch marketingtechnisch sehr gut, indem sie Michael Jordans Gewinner-Gen seit Beginn an auf die Schuhe projizieren. Wenn man sich dann einen solchen Schuh kauft, bekommt man als Fan schon ein ganz besonderes Gefühl. Bei mir ist das vor allem auch deshalb so, weil es mich an meine Kindheit und Jugend erinnert.“

 

Das Logo macht den feinen Unterschied: Schuhe, die Nike Air auf der Rückseite haben, sind bei Fans besonders beliebt.

 

Schuhe als Investment

Mit dem neu entfachten Interesse wuchs auch Thomas‘ Expertise in Sachen Sneakers stetig weiter. „Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, umso klarer wird einem, wie viel Geld in dem Markt steckt. Wenn man sich auskennt, kann man mit An- und Verkäufen Renditen erzielen, die man bei keiner Aktie bekommt. Wir sprechen hier von Wertsteigerungen in Höhe von 400 bis 500 Prozent, teilweise sogar noch höher.“ Ein Hobby, das sich also auch noch bezahlt machen kann.

„Das Thema kommt generell immer mehr im Mainstream an. In den USA ist es bereits soweit, Deutschland zieht nach. Ein wesentlicher Faktor dieser Entwicklung ist sicherlich auch StockX. Das ist eine Sneaker-Börse, bei der Schuhe wie Aktien gehandelt werden. Dort sieht man direkt den Marktwert und die Kursschwankungen. Nike setzt auch ganz gezielt auf Limited Editions, um den Hype zu fördern. Dabei geht es rein ums Image, denn bewusst weniger herzustellen, wo man doch eigentlich viel mehr verkaufen könnte, lässt sich natürlich kaum anders begründen. Und es funktioniert bestens, wie man sieht. Diese Markenstrategie finde ich auch wegen des psychologischen Effekts sehr beeindruckend, der eine so hohe emotionale Bindung schafft.”

 

Der Nike Air Max Wotherspoon 1/97 (li.) ist der aktuell wertvollste Schuh in Thomas‘ Sammlung. Etwas darunter liegt eine der neuesten Errungenschaften: Der Travis Scott Jordan 1 Low hat auch eine klare Wertsteigerung erfahren.

 

Und hier schließt sich auch gewissermaßen der Kreis zu NetFed: „In meiner täglichen Arbeit betreue ich fast ausschließlich Kunden aus der Finanzbranche, das passt an der Stelle sehr gut zusammen. Was aber noch ausschlaggebender ist, ist die Leidenschaft, die ich für beides brauche und einsetze, um die Sache gut zu machen und mich weiterzuentwickeln.“

Aber wie viele Schuhe befinden sich denn nun in Thomas‘ Besitz? Genaue Angaben sind entsprechend schwierig: „Es gibt Phasen, in denen ich mehr kaufe und dann auch wieder welche, wo doch einigen Goodbye gesagt wird, weil sie nur noch als Staubfänger dienen. Ich möchte schon alle Schuhe tragen, die ich besitze. Meine Schuhsammlung schwankt deshalb stark, so ca. zwischen 80 und 130 Paaren.“ Kein Wunder also, dass man Thomas quasi nie zweimal hintereinander mit demselben Schuh antrifft.

 

Noch stapeln sich die Schuhe bei Thomas in Kartons und Tüten. Sobald dann das neue Haus eingerichtet ist, wird auch das Schuhzimmer präsentierfähig gemacht.

 

The German Steal: Erfolg auf Social Media

Thomas sammelt aber nicht nur Schuhe, sondern teilt seine Expertise auch mit anderen Sneaker-Fans via Instagram und YouTube. Tipps für die besten Schnäppchen und die neuesten Errungenschaften, heiße Trends oder Videos vom letzten Besuch im Outlet lockten bereits tausende Menschen auf seine Kanäle – und es werden immer mehr. Dabei setzt er bewusst auf das deutsche Publikum, denn im Gegensatz zu den USA gibt es hier nur wenig Konkurrenz.

Wie wird man eigentlich YouTuber, noch dazu in der Sneaker-Nische? „Es gab einfach noch nichts in der Art, wie ich es mochte. Deshalb dachte ich mir, dann mache ich es halt selbst, so bin ich schon immer gestrickt. Je besser ich mich mit dem Thema auskannte, desto öfter kam mir auch der Gedanke, mein Wissen mit Gleichgesinnten zu teilen. Irgendwann war ich dann soweit und habe angefangen, meine ‚Steals‘ auf Instagram zu posten. Auch wenn meine Frau im ersten Moment dachte, ich sei verrückt geworden, unterstützt sie mein Hobby inzwischen sehr.”

Und es ging direkt steil nach oben. „Wenn du ein besonderes Schnäppchen postest und du innerhalb von ein paar Minuten 40-50 Nachrichten dazu bekommst, ist das am Anfang natürlich schon sehr aufregend. Aber man wächst rein.“

Und auf beispielsweise solche Exemplare fahren seine Instagram-Follower ab:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein von @themadritter geteilter Beitrag am

 

Kurz nach Instagram folgte dann der YouTube-Kanal und ganz im Stile der amerikanischen Vorbilder etablierte sich Thomas als deutscher Sneaker-Experte, der fast täglich heiße Tipps für Schnäppchenjäger auf Lager hat und inzwischen auch von Firmen angefragt wird, besondere Sneaker auf seinen Kanälen vorzustellen. „Es hat als Experiment begonnen und sich zur großen Leidenschaft entwickelt, die mir mittlerweile auch ein wenig Taschengeld in die Kasse spült.“

 

Da bleibt uns zum Abschluss nur noch, Thomas weiterhin viel Erfolg zu wünschen. Aber nicht zu viel, schließlich wollen wir ihn bei NetFed behalten ;)

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