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IR-Websites im NetFed-Test: Kopf-an-Kopf-Rennen der DAX-Unternehmen

Köln, den 28.05.2008 – Die NetFederation hat heute die Ergebnisse ihres aktuellen Online Investor Relations Benchmarks bekannt gegeben. Wie jedes Jahr wurden die 110 Unternehmen aus DAX, MDAX und TecDAX auf die Qualität ihres IR-Auftrittes hinsichtlich Story, Service, Technologie und Design hin untersucht. Einen Auszug aus dem IR-Benchmark liefert die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen Ausgabe auf S. 23.
Als Spiegelbild zum Vorjahr stritten sich erneut die Deutsche Post, BASF und Bayer um die Plätze eins bis drei. In diesem Jahr hatte letztendlich die BASF SE die Nase vorn, Post und Bayer folgen dicht auf. Neu unter den Top Five ist die im MDAX notierte K+S AG, die eindrucksvoll beweist, dass nicht nur DAX-Unternehmen qualitativ hochwertige Investor Relations Websites produzieren können. Alle Gewinner des diesjährigen Benchmarks zeichnen sich vor allem durch ein transparentes und aktuelles Informationsangebot, umfangreiche Serviceleistungen und ein ansprechendes, nutzerfreundliches Design aus.
Den Anschluss verpasst
Großer Verlierer ist zum wiederholten Male die Solon AG für Solartechnik. Trotz allgegenwärtiger Weiterentwicklungen im Bereich Online-IR ist die Website des TecDAX-Unternehmens auf dem Niveau der 90er Jahre stehengeblieben. Angesichts der in den IR üblichen Betonung von Service, Schnelligkeit und Aktualität mutet es fast lächerlich an, was Solon seinen Aktionären anbietet bzw. eher vorenthält.
Insgesamt ist wieder deutlich geworden, welch unterschiedlichen Stellenwert Online Investor Relations für die 110 Unternehmen einnehmen. Während die ohnehin schon sehr guten IR-Seiten der großen DAX-Unternehmen trotzdem stetig weiterentwickelt und verbessert werden, bleiben viele Unternehmen vor allem im TecDAX hinter der allgemeinen Entwicklung zurück. Der Anschluss, den diese Unternehmen schon länger verpasst haben, scheint unaufholbar geworden.
Design allein reicht nicht aus
Wie überall gibt es auch im NetFed-Benchmark die berühmten Ausnahmen. So findet sich die im DAX notierte Hypo Real Estate Holding AG wiederholt nur im unteren Drittel des Rankings, auf Platz 86, wieder. Im Gegensatz zu vielen anderen DAX-Unternehmen ist hier kaum Weiterentwicklung zu erkennen. Ähnlich ist es mit dem Medizintechnikunternehmen Fresenius Medical Care.
Die Puma AG hat während des letztjährigen Benchmarks bereits deutliche Verbesserungen durch einen Website-Relaunch angekündigt. Der Relaunch ist inzwischen abgeschlossen, die versprochenen Verbesserungen allerdings nur rudimentär. Der Sportartikelhersteller hat sich zwar um 31 Plätze nach oben „gelauncht“, erreicht aber mit Rang 78 immer noch ein unterdurchschnittliches Ergebnis. Es reicht eben nicht aus, dem Haus einen neuen Anstrich zu verpassen, wenn die Innenräume verfallen sind.
Positiv ist die schon erwähnte K+S AG, die sich inzwischen unter den Top Ten etabliert haben dürfte. Ebenfalls positive Ausnahme bildet die Fresenius SE, die als Muttergesellschaft ihre Zielgruppen deutlich besser bedient als die eigentlich größere Tochter Fresenius Medical Care.
IR in der Zwickmühle
Betont werden muss allerdings, dass sich Investor Relations in einem deutlichen Spannungsfeld zwischen Vorstand, Gesetzgeber und Corporate Website befinden. Wenn Vorstände mehr mit sich selbst als mit ihren Shareholdern beschäftigt sind, wenn Überregulierung durch neue Gesetzgebungsverfahren droht und im Unternehmen jeder Teilbereich der Website in anderer Hand liegt, sind Risiken in der Kommunikation vorprogrammiert.
Vor allem in Krisensituationen zeigt sich dann der Nutzen von qualitativer Online-IR-Arbeit. Wie gut, dass zumindest ein Teil der 110 Unternehmen diese Chance bereits erkannt hat.
Das vollständige Ranking sowie detaillierte Information zum aktuellen Online Investor Relations Benchmark finden Sie unter:
Ansprechpartner:
Thorsten Greiten, 02236-39366



