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NetFed punktet fünffach unter den Top 7

Köln, den 10.09.2009 - Gleich fünf von NetFederation realisierte Online-Geschäftsberichte landen im aktuellen Ranking der Mainzer Kommunikationsagentur 3st digital unter den Top 10. Neben dem digitalen Geschäftsbericht der Deutsche Post AG (969 Punkte), der sich ganz oben auf dem Siegertreppchen platzieren konnte, wurden die Online-Publikationen der Beiersdorf AG (Rang 4, 955 Punkte), der SAP AG*(Rang 5, 883 Punkte), der Fresenius SE (Rang 6, 860 Punkte) sowie, last but not least, der adidas AG (849 Punte), die auf dem siebten Platz landete, mit Höchstnoten bewertet.

Untersuchungsgegenstand und Bewertungskriterien

Gegenstand der von 3st digital durchgeführten Studie ist die visuelle und konzeptionelle Korrespondenz von Print- und Online-Geschäftsberichten der DAX30 Konzerne. Im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen steht dabei weniger die Bewertung technischer sowie funktionaler Aspekte, sondern vielmehr die Konzeption und Gestaltung der digitalen Unternehmenspublikationen im Vordergrund. Zentraler Aspekt eines jeden Online-Geschäftsberichts ist die mediengerechte Aufbereitung der Inhalte, wobei jedoch gleichzeitig Charakter, Stilistik und Wahrnehmung des Reports als eigenständige Einheit nicht verloren gehen dürfen. Wichtig ist, dass auch im Internet das inhaltliche und visuelle Konzept der Publikation erhalten bleibt und diese klar erkennbar darzustellen. Daher zielen die Bewertungskriterien der Studie sowohl auf die Umsetzung von Layout, Typographie und Bildelementen als auch auf die Sorgfalt der inhaltlichen und stilistischen Übertragung der Print-Version ins Web ab. Der Online-Bericht wird erstmals als vollkommen eigenständige Publikation betrachtet und, nicht wie bisher, als Bestandteil der Corporate Website beurteilt.

Startseite als Eyecatcher

Ähnlich wie die Titelseite der Print-Version fungiert auch die Startseite des Online-Geschäftsberichts als „Appetizer“, der den so wichtigen ersten Eindruck vermittelt. Die Seite soll den Nutzer dazu animieren weiterzulesen und trägt darüber hinaus dazu bei, dem Bericht ein klares Profil zu verleihen sowie dessen Eigenständigkeit und Unverwechselbarkeit zu unterstreichen. Dabei kommt besonders der Gliederung der Seiteninhalte eine bedeutende Rolle zu. Übersichtlich und nicht zu überladen lautet die Devise. Besonders überzeugen konnten hier die Startseiten der Deutschen Post und von Beiersdorf, die beide die Höchstpunktzahl von 100 Punkten erhalten. Adidas kann 92 Bewertungspunkte in dieser Kategorie auf sich vereinen.

Trennseiten – online eine besondere Herausforderung

Die mediengerechte Adaption der Leitidee sowie der Bild- bzw. Trennseitenkonzeption vom haptischen Bericht zum Online-Report ist eine kniffelige Angelegenheit. Hierbei gilt es eine Lösung zu entwickeln, die zum einen die Leitidee trägt und dabei die Stilistik und Aussagekraft der Bildwelten unverfälscht wiederspiegelt. Bei gut einem Drittel der untersuchten Online-Berichte ist dies „sehr gut“ bis „gut“ gelungen. Die Trennseiten wurden dabei entweder an entsprechenden Stellen innerhalb des Berichts implementiert oder in Form einer Animation auf der Startseite zusammengefasst. Besonders die Beiersdorf AG konnte sich in dieser Rubrik hervorheben, denn der HTML-Bericht des Konzerns beinhaltet ein reichhaltiges Repertoire an ansprechenden Bildwelten. Dieses Konzept brachte dem Spezialist für Haut- und Schönheitspflege die maximale Anzahl von 100 Punkten ein. Ebenso waren SAP* (95 Punkte) sowie die Deutsche Post und Fresenius (beide 92 Punkte) unter den Top 5 in dieser Sparte.

Layout – eine Frage des richtigen Konzepts

Wichtige Bemessungskriterien in puncto Layout sind, ob Größenverhältnisse, Proportionen sowie sonstige Layoutelemente des Gestaltungskonzepts aufgegriffen werden. Darüber hinaus ist von Bedeutung in welcher Form zusätzliche webspezifische Gestaltungsmöglichkeiten genutzt werden. Etwa der Hälfte der untersuchten Berichte schnitten hierbei mit der Note „sehr gut“ bis „gut“ ab. So wurde beispielsweise in den Online-Berichten von SAP* und der Deutschen Post besonders die gelungene Nutzung der Marginalspalten als Best Practice Beispiele gelobt. Auch hier landeten zwei NetFed-Kunden unter den Top 5. Der Bonner Konzern sammelte weitere 95 Punkte auf dem Weg zum Gesamtsieg, Beiersdorf konnte hier 92 für sich verbuchen.

Eine der größten Hürden – die typographische Umsetzung

Resultierend aus einer nur in eingeschränktem Maße vorhandenen Auswahl an in der Online-Welt verwendbaren Schriftarten, stellt die Umsetzung der Typographie eine der größten Barrieren dar. Denn nicht jeder Nutzer hat jede x-beliebige Schriftart zur Darstellung von Online-Inhalten auf dem Rechner installiert. Aus diesem Grund kann bei der Erstellung von digitalen Publikationen die Print-Typographie bestenfalls als Orientierung, weniger aber als wirkliche Vorgabe dienen. Die Aufgabe bei der Realisation besteht somit darin eine möglichst adäquate Lösung mit systemseitig vorhandenen Schriftarten zu finden. Desweiteren müssen Überschriftenordnungen, Schriftgrößen, Zeilenabstände, Farben, Ausrichtungen, Groß- und Kleinschreibungsregeln entsprechend des ursprünglichen Gestaltungskonzepts möglichst printvorlagenkonform eingehalten werden. Besonders ansprechende Lösungen hat NetFed in puncto typographische Umsetzung für adidas, Beiersdorf und die Deutsche Post gefunden, die allesamt mit 95 Punkten in dieser Kategorie auf Platz 3 rangieren.

Tabellen trennen die Spreu vom Weizen

Hauptbewertungskriterium für die Qualität von Tabellen in Online-Geschäftsberichten sind die Einhaltung der im Gestaltungskonzept erarbeiteten Tabellenoptik sowie der Umgang mit sehr breiten Tabellen. Die Benutzer- und Leserfreundlichkeit sowie der Einsatz zusätzlicher webspezifischer Navigationshilfen wurde nach Meinung von 3st digital in annähernd allen Berichten „gut“ gelöst. Einmal mehr liefert auch hier die Deutsche Post AG ein Vorzeigebeispiel, in dem sehr breite Tabellen in einem eigenen Fenster dargestellt werden. Diese elegante wie praktische Lösung verhilft dem Konzern zusammen mit adidas und Fresenius zu weiteren 95 Punkten und einem gemeinsamen zweiten Platz im Top 5 Tabellen-Ranking.

Die Sprache der Bilder

Ein weiterer Stolperstein bei der Umsetzung von Print-Publikationen für die Webwelt ist eine verfälschte Stilistik respektive Bildaussage beispielsweise durch stark veränderte Bildausschnitte. Generell kann aber festgestellt werden, dass die Bildqualität – vor allem im Bezug auf webgerechte und hochwertige Aufbereitung – sich in den meisten Fällen auf einem hohen Niveau bewegt, wenngleich es nur rund einem Drittel der Studienteilnehmer gelingt, in Print- und Online-Publikation durch das eingesetzte Bildmaterial deckungsgleiche Aussagen zu transportieren. Die Ergebnisse der Auswertung zeigen, dass die Online-Umsetzung der Bildwelten den Firmen adidas, Beiersdorf und Deutsche Post besonders gut gelungen ist, da alle drei Bewerber mit der maximal erreichbaren Punktzahl bedacht werden.

Einen guten Online-Geschäftsbericht erkennt man an seiner starken Individualität bei gleichzeitigem Wiedererkennungswert

Die Studienergebnisse belegen, dass die Bedeutung von Online-Geschäftsberichten für DAX-Konzerne stetig zunimmt. Alleine der Fakt, dass bereits 26 von 30 Aktiengesellschaften ihren digitalen Unternehmens-Report im HTML-Format umsetzen unterstreicht die Wichtigkeit der Veröffentlichung. Die bestplatzierten Berichte zeigen deutlich, dass eine sensitive und mediengerechte Interpretation des Gestaltungskonzepts essentiell ist, um auch im digitalen Format einzigartige und unverwechselbare Geschäftsberichte zu entwickeln. Thorsten Greiten, Leiter des Bereichs Finanzkommunikation von NetFed, bringt es auf den Punkt: „Die hervorragenden Platzierungen der von uns realisierten Berichte bestätigt uns: Eine sinnvolle Lockerung der Online-CD-Vorgaben führt definitiv zu besseren Ergebnissen. Wir freuen uns, dass eine zunehmende Zahl unserer Kunden neueste technische Trends in ihre Online-Berichte implementieren möchte – auch wenn das ein gewisses Abweichen vom Korsett der Corporate Design-Richtlinien bedeutet. Einen guten Online-Geschäftsbericht erkennt man an seiner starken Individualität bei gleichzeitigem Wiedererkennungswert.“ Die Studie unterstreicht zudem die vorrangige Bedeutung von digitalen Konzernpublikationen als imagebildendes und markenkommunikatives Instrument. Ganz zu schweigen von den Potenzialen, die eine derartige Veröffentlichung dem Unternehmen bietet. Denn erwiesenermaßen generieren Online-Publikationen ein Vielfaches der Reichweite einer korrespondierenden Printpublikation. Die schnell verlaufenden technischen Entwicklungen werden in diesem Zusammenhang ihr Übriges tun, um die Bedeutung von Online-Geschäftsberichten im Kommunikationsmix großer Konzerne weiter zu stärken.

Die fünf Online-Geschäftsberichte finden Sie hier:

Platz 1: Deutsche Post AG Geschäftsbericht 2008
Platz 4: Beiersdorf AG Geschäftsbericht 2008
Platz 5: SAP AG Geschäftsbericht 2008 *
Platz 6: Fresenius SE Geschäftsbericht 2008
Platz 7: adidas AG Geschäftsbericht 2008

Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie auf der 3st-Website unter: www.3st-digital.de

* In Zusammenarbeit mit der Kuhn, Kamann & Kuhn AG