News
Börsennotierte Unternehmen zögern beim Einsatz von Social Media für Investor Relations

Köln/Frankfurt, 16.12.2010 – Börsennotierte Unternehmen zeigen sich weitgehend skeptisch gegenüber dem Einsatz innovativer Instrumente der Online-Finanzkommunikation, wie Social Media oder Aktivitäten zur Online-Begleitung der Hauptversammlung.
Zu diesem Ergebnis kommen das Deutsche Aktieninstitut (DAI) und die NetFederation in ihrer aktuellen Studie: „Innovative Instrumente der Finanzkommunikation - Eine Umfrage unter börsennotierten Unternehmen“, an der 81 börsennotierte Gesellschaften des Prime und General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse teilgenommen haben.
Social Media-Engagement erfordert ganzheitliche Strategie
Die Studie offenbart aufgrund des technologischen Wandels diverse Herausforderungen, mit denen IR-Manager börsennotierter Unternehmen konfrontiert werden. „Falls ein Unternehmen sich für Social Media entscheidet, sollte ein ganzheitlicher Ansatz gewählt werden“, erklärt Thorsten Greiten, Geschäftsführer der NetFederation. Die Social-Media-Kanäle sollten nicht nur von der IR-Abteilung mit Inhalten versorgt werden. Vielmehr gilt es, alle mit Kommunikation betrauten Abteilungen des Unternehmens mit einzubinden. „Diese Arbeitsteilung spart Ressourcen und liefert zugleich ein vollständigeres Bild des Unternehmens“, so Greiten weiter, „in jedem Fall sollte eine Social Media-Strategie mit dem Vorstand abgestimmt werden.“
Abwartende Haltung gegenüber Social Media-Engagement
Insgesamt lässt sich eine abwartende Haltung gegenüber den neuen Instrumenten des Social Web feststellen. In der Mehrzahl planen IR-Abteilungen derzeit keinen Einsatz von Social Media. Ein wesentlicher Grund ist der damit verbundene Ressourcenaufwand. Erfreulich ist, dass über zwei Drittel der befragten Unternehmen bereits ein Social Media-Monitoring betreiben bzw. dies planen. Die Einsicht, dass im Social Web Gespräche über Unternehmen stattfinden, die die Reputation beeinflussen und mitunter in Investitionsentscheidungen einfließen, setzt sich unter IR-Managern offenbar zunehmend durch.
Privatanleger bereits im Social Web aktiv
Eine separate Befragung unter Privatanlegern deutet darauf hin, dass das Verhalten der Unternehmen mit den Wünschen der Aktionäre weitgehend übereinstimmt. Aus Sicht der Privatanleger zählt die Unternehmenswebseite zu den wichtigsten Informationsquellen bei der Entscheidung, eine Aktie zu erwerben. Obwohl ein Teil der Befragten eine Vielzahl von Social Media-Angeboten nutzen, um sich vor dem Kauf einer Aktie zu informieren, werden diese Instrumente derzeit von den Unternehmen noch nicht in der Breite eingesetzt. Bemerkenswert ist, dass jeder vierte Privatanleger bereits mobile Websites oder Apps nutzt, um sich vor einer Investition zu informieren.
Ansprechpartner
© NetFederation GmbH 2012





